" Das Reich Gottes gleicht einem Senfkorn,..... und es wuchs und wurde zu einem großen Baum, und die Vögel des Himmels nisteten in seinen Zweigen" Die Bibel: Lukas 13, Vers 19
Auch die Anfänge der heutigen " Iglesia Cristina Latinoamerikana" waren klein und unscheinbar wie ein Senfkorn. Im Mai 1989 lernten sich sechs Latainamerikaner aus vier verschiedenen Ländern(Brasilien,Chile,Ecuador,Uruguay) im Gottesdienst der FeG Frankfurt kennen. Wir trafen uns wieder zu gemeinsamen Freizeitaktivitäten. Als Christen sangen wir dabei gerne die uns vertrauten spanischen und potugiesischen Lieder.Wir tauschten uns über unsere gemeinsamen Erfahrungen in der fremden Kultur aus und beteten füreinander.
Bald lernten wir weitere Lateinamerikaner kennen.Die meisten waren keine Christen,aber alle suchten Freundschaft oder Beistand in ihren jeweils schwierigen Lebenssituationen. Die persönlichen Nöte waren vielfältig und oft sehr groß. Wir erkannten,dass wir nicht nur für uns selbst leben konnten. Gott hatte uns einen Auftrag gegeben. so entstand der " Grupo Cristiano Latinoamericano " Im Juni 1994 setzten wir unsere Arbeit mit dieser neuen Zielsetzung fort. Dabei konnten wir jederzeit mit der uneingeschränkten Unterstützung der FeG rechnen. Ebenso begann das Ehepaar Pastor José Luis und Gretel Malnis, mit uns zusammenzuarbeiten. Zweimal im Monat kamen sie aus Nürnberg zu uns, um uns zu unterstützen und uns in unserem Dienst anzuleiten. Unsere Treffen fanden nun an jedem Sonntag statt und nahmen mehr und mehr den Charakter eines Gottesdienstes an. Die Freie evangelische Gemeinde Frankfurt berief 1996 einen hauptamtlichen Pastor für diese neue Gemeindearbeit. Ende Oktober 1996 kam das Ehepaar Pastor Juan Carlos und Ester Concina aus Argentinien zu uns, um als Seelsorger vollzeitlich für die Latainamerikaner unserer Stadt da zu sein. Damit waren für unseren Dienst ganz neue Möglichkeiten gegeben. Auch die Gemeinschaft untereinander bekam eine neue Qualität. Aus der Gruppe wurde eine Gemeinde. Seitdem nennen wir uns " Iglesia Cristiana Latinoamericana ".
Heute ist die Latainamerikanische Gemeinde ein Baum, der spanischsprachigen Menschen aus ca.15 Nationen ein Zuhause bedeutet. Gerade für Menschen aus anderen Ländern ist es ein e unschätzbare Hilfe, wenn sie sich in ihrer eigenen Sprache mitteilen können, in ihrer Andersartigkeit verstanden werden und in einer fremden Umgebung neue Freunde finden. Leider lassen sich die meisten Besucher ( wie Wandervögel ) nur für eine begrenzte Zeit bei uns nieder. Studenten, Au-Pair-Mädchen und viele Arbeitsuchende kehren früher oder später wieder in ihre Heimatländer zurück. Aber wir sind dankbar für alles,was wir miteinander teilen können, und manch einer kehrt mit einer ganz neuen Perspektive in sein Land zurück, weil er hier denjenigen kennen gelernt hat, der sein ganzes Leben verändert und reich macht: Jesus Christus.
Seit April 2000 leitete Pastor Osiel Ibanez aus Chile die Gemeinde. Gemeinsam mit seiner Frau Erika war es ihm ein Anliegen, jedem so viel wie möglich biblischer Unterweisung und seelsorgerichem Rat mit auf den Weg zu geben. Eine Frau, die letztes Jahr zum Glauben an Jesus Christus gefunden und nur kurze Zeit unsere Gemeinde besucht hat, leitet heute in ihrem Haus in Kolumbien einen Gebetskreis von 50 Personen. Irgendwo werden die ausgesäten Senfkörner aufgehen und wachsen.